|
Warum möchte ich ein Haustier?
Will man ein Haustier aufnehmen, sollte man sich zuerst darüber
Gedanken machen, warum
man überhaupt einem Tier ein zuhause geben möchte.
Wenn man vorab überlegt, erspart man
sich und dem neuen Mitbewohner einige unnötige Stresssituationen
- somit ist beiden gedient: Mensch
und Tier!
Ich möchte ein Haustier, weil es heutzutage (bzw. für
mich) einfach mit dazu gehört
~ es ist natürlich erlaubt, so zu denken. Nur, was ist mit dem
Tier, wenn es zu einem anderen "heutzutage"
plötzlich aus der Mode kommt, ein Haustier zu halten? Bin ich
dann immernoch dazu bereit, die Verantwor-
tung zu übernehmen?
Ich bin über einen Kinofilm auf mein Wunschtier aufmerksam
geworden
~ auch dagegen ist generell nichts einzuwenden. Sicher kann
man auch in einem Kinofilm sein Traum-
tier entdecken. Aber kann ich diesem Tier dann auch wirklich geeignete
Bedinungen bieten? Ein Clown-
fisch lebt nicht eben einfach in jedem Aquarium, Dalmatiner eignen
sich nicht als Sofakissen und auch
eine kleine Ratte wird nicht plötzlich hinter dem Herd stehn
und kochen. Genauso wenig, wie Meerschwein-
chen sich im wahren Leben als G-Force Figuren entpuppen.
Meine Kinder liegen mir schon seit langem mit dem Thema Haustier
in den Ohren
~ ja, Kinderträume nagen manches mal an elterlichen Nerven. Dennoch:
je nach Alter des Kindes, kann
dieses noch nicht selbst überblicken, was an Verantwortung auf
es zukommen wird. Um so mehr stehen
Eltern in der Pflicht, sich zu informieren - denn letztlich sind es
die Erwachsenen, die für das Wohl der Tiere
eintreten sollten. Manchmal sind für alle Beteiligten Stofftiere
dann doch die bessere Wahl!
_________________________________________________________________
dies sind nur drei von vielen möglichen Gründen, die einen
letztlich dazu bringen, ein Haustier aufzunehmen.
Egal aus welchen Gründen es nun geschehen soll - man sollte darüber
nicht vergessen:
~ ein Lebewesen - was auch immer es werden wird
- hat es verdient, mit Respekt behandelt zu werden.
Es hat arttypische Bedürfnisse, die in seinem Zuhause weitestgehend
erfüllt werden sollten.
~ die Versorgung eines jeden Lebewesens bedeutet finanziellen Mehraufwand
~ es ist nicht immer nur lustig, ein Tier zu beherbergen, sondern
es wird manchmal auch anstrengend sein,
z.B. mit dem Hund bei Wind und Wetter vor die Tür zu gehen, nach
der Arbeit noch eben einen Käfig zu
säubern, etc...
~ auch Tiere können Angst, Schmerzen, Einsamkeit, Hunger und
Durst empfinden
~ auch in der Urlaubszeit lassen sich Haustiere nicht einfach mit
einem "Klick" in den Papierkorb werfen.
Manchmal ist es gar nicht so leicht, einen Pflegeplatz zu finden -
vor allem muss man rechtzeitig danach
suchen!
~ ein Tier ist nicht ewig jung und süß und fit. Doch auch
ein altes Tier ist immer noch ein Lebewesen,
u. U. dann aber krank und nicht mehr gar so pflegeleicht.
~ letztlich steht man selbst in der Verantwortung für Entscheidungen,
die man trifft. Manchmal kann es sein,
dass man wirklich erst mit der Zeit feststellt, dass das ausgewählte
Tier nicht wirklich zum eigenen Leben
passt. Es liegt dann aber an einem selbst, verantwortungsvoll ein
neues zuhause zu suchen.
~ man kann sich auch bewusst gegen die Tierhaltung entscheiden und
wird damit trotzdem nicht
direkt ein schlechterer Mensch! |
|
|