|
Das Gurkenmonster-Zweibein
~ wie ich zu den Schweinchen gekommen bin
Es begann eigentlich harmlos - ich war auf der Suche nach neuen
Hausgenossen und hatte mich schnell
entschieden: es sollten zwei weibliche Meerschweinchen sein. Ich
machte mich auf die Suche und da ent-
deckte ich ihn: Flo, einen unkastrierten Meerimann. Einige von
euch kennen das vielleicht, wenn zwischen
Mensch und Tier "der Funke" überspringt. Vergessen
also die ursprünglichen Vorsätze - Flo zog bei mir ein.
Dass er nicht alleine bleiben sollte, stand fest! Flo wurde also
kastriert und es war an der Zeit, ein Weibchen
für ihn zu finden. Am großen Einzugstag der Meeridamen
war ich voller Vorfreude... - die jedoch bald ein
jähes Ende fand. Leider hatte ich nicht daran gedacht, selbst
noch einmal das Geschlecht der beiden klei-
nen Schweinchen zu kontrollieren - jetzt wusste ich, warum ich direkt
beide Tiere nehmen sollte: es waren
beides Männchen!
Da die Vergesellschaftung fehlschlug, mussten die beiden Kleinen
ein zuhause finden. Lange habe ich ge-
sucht, doch es schien aussichtslos. Im Netz habe ich einen Verein
entdeckt, der sich um die Vermittlung
dieser kleinen Nagetiere kümmerte - dort konnten die Meeris
erstmal unterkommen und haben bald ein
neues Plätzchen gefunden.
________________________________________________________________________________________
~ vom Anfang und Ende einer Notstation
Die Suche nach Flo's Schweinzeline, hatte mir die Augen dafür
geöffnet, wie viele Meerschweinchen ein
zuhause suchen. Zufällig habe ich dann davon erfahren, dass
ein Meerimann ausgesetzt werden sollte
- dieser Meerimann: Flori, wurde zu meinem ersten Notschweinchen.
Es folgten 5 Jahre intensive Notstationsarbeit - im privaten Rahmen,
neben dem Beruf. Feierabende und
Wochenenden waren schnell ausgefüllt mit Tierarztbesuchen,
Schweineabgaben, Vergesellschaftungs-
und Beratungsterminen. Ich konnte einige sehr nette Bekanntschaften
schließen und viele Schweinchen
haben eine zweite Chance bekommen. Eines ist mir jedoch immer schwer
gefallen: die Vermittlung.
Egal, wie hoch man die Vermittlungsbedingungen auch setzt, man kann
nie sicher sein, dass es ein
Schweinchen auch wirklich für den Rest seines Lebens gut haben
wird. Alleine ein Leben im Freiland oder
ohne Trockenfutter oder im Riesenkäfig oder großen Eigenbau,
sagt noch lange nichts über die (dauerhafte)
Qualität der Haltung und/oder besonders große Liebe zu
den Tieren aus!
So habe ich mich dazu entschieden, die Vermittlung bis auf Weiteres
auf Eis zu legen und mich explizit um
meine eigenen Tiere zu kümmern. Dennoch denke ich: Wer einmal
seine Augen für das Elend der Tiere
(auch und vor allem hierzulande!) geöffnet hat, kann sie nicht
wieder einfach davor verschließen!
________________________________________________________________________________________
~ vom Weg in die Zukunft
Vor diesem Hintergrund, wird diese Homepage auch künftig bestehen
bleiben und in einigen Bereichen
weiter ausgebaut. Ich möchte auch nicht komplett ausschließen,
dass ab und an das ein oder andere
Notschweinchen über mich ein zuhause suchen wird. Dieser Vermittlungsrahmen
wird allerdings deutlich
kleiner ausfallen, als dies bisher der Fall war.
Fragen zum Thema Meerihaltung beantworte ich weiterhin gerne, möchte
jedoch um Verständnis bitten,
wenn dies u.U. einige Tage in Anspruch nimmt.
Derzeit absolviere ich zudem einen staatlich
zugelassenen Studiengang zur Tierheilpraktikerin
- mit den Fachrichtungen: Klassische Veterinärhomöopathie
und Veterinär-Heilpflanzenkunde
       
|